Fallbeispiel: je kürzer die Abschreibungsdauer umso höher die Steuerersparnis

Anton K. hat über Jahre Geld zur Seite geschafft um sich in 2016 endlich durch Kauf eines Mehrfamilienhauses die Altersvorsorge zu sichern. Der Wert des Gebäudes: 500.000 Eur.

Würde er die Immobilie nach dem Standard der Finanzämter über 50 Jahre abschreiben, so könnte er pro Jahr 2% des Gebäudewertes, also 10.000 Eur als Werbungskosten ansetzen und seine zu versteuernden Mieteinnahmen um diesen Betrag senken.

Das Haus ist in den frühen Nachkriegsjahren gebaut worden auf dem damals üblichen Standard und mit damals üblichen Grundrissen, seitdem wurde nur neben den normalen Instandsetzungen nicht viel an dem Haus gemacht. Nach eingehender Begutachtung der Immobilie durch den Sachverständigen ist das Ergebnis eine wirtschaftliche Restnutzungsdauer des Mehrfamilienhauses von 25 Jahren.

Über 25 Jahre gerechnet, beträgt also Anton’s jährliche Abschreibung 4% an Stelle von 2% – er macht nun entsprechend 20.000 Euro pro Jahr an Abschreibung geltend, also 10.000 Eur mehr als zuvor. Da sein Steuersatz 40% beträgt, spart Anton K. hierdurch Jahr für Jahr 4.000 Eur, bis das Gebäude komplett abgeschrieben ist.