Aufteilung Gebäudewert & Grundstückswert

Um die Höhe der Absetzung für Abnutzung eines Gebäudes (kurz: AfA) zu ermitteln, ist es relevant, den (Gesamt-)Kaufpreis für ein bebautes Grundstück in Gebäudeanteil sowie nicht abnutzbaren Grund und Boden aufzuteilen. Nur der Gebäudeanteil unterliegt der Abschreibung. Je höher dabei der Anteil des Gebäudes ist, desto höher ist die Abschreibung und somit desto geringer die Steuerlast.

Die obersten Finanzbehörden von Bund und Ländern stellen eine Arbeitshilfe zur Verfügung, sodass die Aufteilung von Grund und Boden sowie Gebäudeanteil selbst vorgenommen werden kann. Wird die Aufteilung nicht eigenständig durchgeführt, wird dies in der Regel durch das jeweilige Finanzamt anhand desselben Schemas vorgenommen. Hier die Arbeitshilfe vom Bundesministerium der Finanzen:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Einkommensteuer/2020-04-02-Berechnung-Aufteilung-Grundstueckskaufpreis.html

Es empfiehlt sich, die Kaufpreisaufteilung bereits im Kaufvertrag vorzunehmen, sodass die Aufteilung im Nachgang nicht mehr notwendig ist. Grundsätzlich ist der Aufteilung der Vertragsparteien (Verkäufer & Käufer) zu folgen. Ausnahme ist hier, wenn die Aufteilung grundsätzlich verfehlt und wirtschaftlich somit nicht haltbar ist. Eine Aufteilung „nur zum Schein“ ist ebenfalls nicht tragbar. Die Aufteilung sollte also auf den tatsächlichen Wertverhältnissen beruhen und wirtschaftlich haltbar sein.