Bundeskabinett gibt Entwurf des Jahressteuergesetzes 2022 auf den Weg

14.09.2022 – Die gute Nachricht zuerst: Auch der gestern vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte Entwurf für das Jahressteuergesetz 2022 ändert nichts an der Anerkennung bereits eingereichter oder noch für die Steuerjahre 2021 & 2022 einzureichenden Nutzungsdauer Gutachten.

Die bereits mit dem BMF-Referentenentwurf vom 28.07.2022 angedachte Abschaffung des § 7 Absatz 4 Satz 2 EStG ab 2023 rückt allerdings näher. Dem damit vorprogrammierten “Jahresendspurt” wirken wir bereits jetzt durch Aufstockung unserer Gutachter-Kapazitäten entgegen.

Für im Rahmen der Steuererklärungen 2021 & 2022 einzureichende Gutachten soll auch nach dem Kabinettsbeschluss ein Bestandsschutz gelten:

„Soweit die Absetzung für Abnutzung für Gebäude im Rahmen der Einkünfteermittlung für vor dem 1. Januar 2023 endende Kalender- oder Wirtschaftsjahre zulässigerweise nach § 7 Absatz 4 Satz 2 in der jeweiligen vor dem Veranlagungszeitraum 2023 geltenden Fassung des Gesetzes vorgenommen wurde, kann die Absetzung für Abnutzung auch weiterhin nach der tatsächlichen kürzeren Nutzungsdauer bemessen werden.“

Die dann anerkannte verkürzte Restnutzungsdauer würde also auch in den Folgejahren noch mit dem erhöhten AfA-Satz berücksichtigt, bis das Objekt verkauft oder vollständig abgeschrieben ist.

Hier der Kabinettsbeschluss im Volltext: