Professionelle Gutachten für eine kürzere Abschreibung Ihrer Immobilie

Erhalten Sie eine kostenlose Ersteinschätzung!

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Immobilie

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Häufig gestellte Fragen zu unseren Gutachten​

Bei einer vermieteten Eigentumswohnung oder einem Mehrfamilienhaus kommt es im Wesentlichen auf das Gebäudealter und den Modernisierungszustand an. In der Regel kommen wir bei nicht kernsanierten Wohnimmobilien die älter als 30 Jahre sind auf gute Ergebnisse. Bei einer Gewerbeimmobilie kann sich auch schon bei 10-20 Jahre alten Objekten ein Gutachten lohnen.

Wenn Sie uns ein paar Angaben zu Ihrem Objekt machen, geben wir Ihnen gerne vorab eine kostenlose Ersteinschätzung. Wir nennen Ihnen dann eine grobe Spanne der erwarteten Restnutzungsdauer in Jahren. Sofern die Restnutzungsdauer 50 Jahre (Baujahr nach 1925) bzw. 40 Jahre (Baujahr bis 1925) unterschreitet, rentiert sich das Gutachtenhonorar i.d.R. sehr schnell.

Schritt 1 – kostenlose Ersteinschätzung:

  • Gehen Sie auf unserer Webseite auf meine Immobilie prüfen
  • Tragen Sie die Parameter zur Immobilie ein und wählen im letzten Schritt „Kostenlose Ersteinschätzung Restnutzungsdauer“
  • Tragen Sie noch E-Mail Adresse und gerne Telefonnummer ein, dann wählen Sie „Absenden“

In Kürze erhalten Sie von uns per E-Mail die kostenlose Ersteinschätzung. Lohnt sich für Sie die Beauftragung, dann führt Sie dies zu Schritt 2:

Schritt 2 – Beauftragung Sachverständigengutachten:

  • Wählen Sie bitte den Link, den wir Ihnen in der kostenlosen Ersteinschätzung mitgeteilt haben
  • Dort finden Sie Ihre bereits getätigten Eingaben. Vervollständigen Sie diese bitte und wählen im letzten Schritt „Sachverständigengutachten Restnutzungsdauer“
  • Nun werden noch ein paar Angaben abgefragt und Sie haben die Möglichkeit, hier relevante Unterlagen hochzuladen.
  • Ist alles eingetragen, wählen Sie „Absenden“ und die Erstellung des Gutachtens ist beantragt

Benötigen wir weitere Unterlagen / Informationen von Ihnen, kommen wir auf Sie zu.

Ist alles vollständig, erhalten Sie den Gutachten – Entwurf zur Durchsicht und – wenn es Anpassungen bedarf – das finale Gutachten.

In der Regel orientiert sich die Ermittlung der Nutzungsdauer an § 4 Abs. 3 Satz 1 Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV). Ausgegangen wird hier zunächst vom Gebäudealter. Wenn beim Bewertungsobjekt wesentliche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt wurden bzw. als durchgeführt unterstellt werden können, wird das Gebäude durch diese Maßnahmen “verjüngt”.


Modernisierungen sind beispielsweise Maßnahmen, die eine wesentliche Verbesserung der Wohn- oder sonstigen Nutzungsverhältnisse oder wesentliche Einsparungen von Energie oder Wasser bewirken. Im Detail wird also eine Reihe von Umständen des Gebäudes begutachtet, die aus technischen oder wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Nutzungsdauer beeinflussen.

Neben dem Baujahr und der Art der Immobilie (Eigentumswohnung, Mehrfamilienhaus, Wohn- und Geschäftshaus, Gewerbe usw.) ist der Modernisierungsgrad (u.a. Fenster, Heizung, Dämmung,) relevant. Daneben sind Schäden sowie die Frage der „zeitgemäßen Nutzung“ entscheidend.

Unsere Gutachter haben Universitätsabschlüsse (i.d.R. Bau-/Ingenieurwesen, Architektur oder Immobilienwirtschaft), Zertifizierungen, sowie jahrelange Erfahrung mit Gutachten über die wirtschaftliche Restnutzungsdauer von Immobilien. Da unser Kern-Team nicht sämtliche Gutachten allein und aus der Ferne bewältigen kann, werden wir von ortsansässigen freiberuflichen Gutachtern unterstützt. Sie sind mit unserem Verfahren vertraut und jedes von ihnen erstellte Gutachten wird durch unser Kern-Team überprüft.

Auch öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige sowie Gutachter mit Zertifizierung nach DIN EN ISO 17024 sind Teil unseres Netzwerkes, diese werden jedoch auf Grund erhöhter Anforderungen und Stundensätze nicht zu unseren Standardpreisen tätig. Im Gegensatz zu Verkehrswert- oder Beleihungswertgutachten gibt es allerdings keine Norm, die dies fordert. Mit Urteil vom 28.07.2021 verkündet der Bundesfinanzhof, dass „der Steuerpflichtige sich zur Darlegung der verkürzten tatsächlichen Nutzungsdauer eines zur Einkünfteerzielung genutzten Gebäudes jeder Darlegungsmethode bedienen kann, die im Einzelfall zur Führung des erforderlichen Nachweises geeignet erscheint“

Bei vollständigen und aussagekräftigen Gebäudeunterlagen und -Informationen kann oft auf eine Begehung vor Ort verzichtet werden. Die Entscheidung hierüber trifft der Sachverständige abhängig vom Einzelfall. Dies hängt auch von weiteren Faktoren ab, wie z.B. der Art, Größe und Komplexität der Immobilie ab.

Das Honorar ist abhängig von der Wohn- und Nutzfläche. Hier finden Sie unsere Honorarübersicht.

Ja. Ab Beauftragung von 5 oder mehr Gutachten binnen einer Woche können wir Ihnen einen Bündelrabatt gewähren. Bei weniger als 5 Gutachten oder bei schrittweiser Beauftragung über einen längeren Zeitraum ist leider keine Rabattierung möglich.
Hier finden Sie unsere Kostenübersicht mit allen Details zu den Honoraren und den Rabattstufen.

Die Rechnung erhalten Sie zusammen mit dem Gutachten, Sie müssen also nicht in Vorleistung gehen. Die Bezahlung läuft per Überweisung.

Bitte haben Sie Verständnis, dass unsere Buchhaltung das Gutachten nach Ablauf von 4 Wochen ab Beauftragung in Rechnung stellt, sofern nicht ein Mindestmaß an Unterlagen geliefert wird. Selbstverständlich sind wir auch in diesem Falle daran interessiert, Ihr Gutachten noch fertigzustellen, sobald Sie uns die noch fehlenden Unterlagen nachreichen.

Hier finden Sie eine Übersicht an Unterlagen, die wir in der Regel von Ihnen benötigen. Sie können die Unterlagen direkt bei Beauftragung hochladen oder alternativ im Anschluss per E-Mail oder auf anderem Weg zur Verfügung stellen.

  • Grundrisse (z.B. aus Bauakte, Aufteilungsplan, Expose oder Vermietungsplänen)
  • Lageplan (falls vorhanden)
  • Energieausweis (Ausnahmen bei Gewerbe- und Denkmalobjekten möglich)
  • Fotos
    • Außenansicht vorne (z.B. Foto vom gesamten Gebäude von der Straße aus)
    • Außenansicht hinten (z.B. Foto vom gesamten Gebäude vom Garten aus oder vom Hinterhof, falls möglich)
    • Treppenhaus (falls vorhanden)
    • Fenster (Material und Zustand sollten sichtbar sein, z.B. Holz vs. Kunststoff vs. Aluminium)
    • Bäder (Zustand der sanitären Anlagen und Verfliesung sollte sichtbar sein)
    • Innenausbau (z.B. Fotos von Räumen auf denen u.a. Wände, Türen, Böden, Decken, Heizkörper erkennbar sind)
    • Dach innen (falls Dachgeschoss unausgebaut und zugänglich)
    • Dach außen (z.B. seitlich durch Dachfenster oder von der Straße aus mit ausreichend Abstand, sodass man die Art der Dacheindeckung erkennt)
    • Heizungsanlage (z.B. Foto der Zentralheizung, Gasetagenheizung, Fernwärme Übergabestation o.ä.)
    • Schäden / Defekte (falls vorhanden)

Wenn noch nicht vollständige Unterlagen vorliegen, empfehlen wir Ihnen, trotzdem bereits verbindlich zu beauftragen. Wir führen in der Erstprüfung ohnehin einen Check über vollständige Unterlagen durch und kommen auf Sie zu, sofern uns noch etwas fehlt. Sofern das Gutachten aufgrund objektiv nicht erbringbarer Unterlagen nicht erstellt werden kann, entstehen für Sie selbstverständlich keine Kosten.

2 – 4 Wochen ab Beauftragung und dem Vorliegen vollständiger Unterlagen.

Sofern Sie die Immobilie in jüngerer Vergangenheit erworben haben und für das besagte Jahr noch keine Steuererklärung abgegeben haben, empfiehlt sich als Bewertungsstichtag der Zeitpunkt des wirtschaftlichen Besitzübergang (Übergang Besitz, Nutzen und Lasten).

Ist für die Immobilie bereits eine steuerliche Abschreibung erfolgt, empfiehlt sich der Jahresanfang (01.01.XXXX) für das Jahr, für welches noch kein Steuerbescheid vorliegt.

Wichtig: Die Angaben zur Immobilie (u.a. Modernisierungen) müssen aus Perspektive des gewünschten Bewertungsstichtages gemacht werden und über Unterlagen, Fotos oder sonstige Dokumentation plausibel dargelegt werden.

Unsere Gutachten werden anerkannt. Sollte dies wider Erwarten nicht der Fall sein, begleiten wir Sie bei entsprechender Nachbesserung sowie ggf. erforderlicher Einspruchsbegründung unter Anleitung der mit uns kooperierenden Steuerkanzlei. Bislang wurde keiner der von uns formulierten Einsprüche abgelehnt. Daher versprechen wir Ihnen für alle ab 01.05.2022 beauftragten Gutachten eine 100%ige Geld-zurück-Garantie bei Ablehnung des von uns formulierten Einspruches. Voraussetzung für die Rückerstattung des Gutachten-Honorars ist Ihre Zustimmung zur Weitergabe des Falles an die mit uns kooperierende Steuerkanzlei. Ihnen entstehen dabei keinerlei Prozesskosten. Wir können dann den Finanzgerichtsprozess in Ihrem Namen aber auf unsere Kosten führen und erhalten nur im Erfolgsfall eine Beteiligung in Höhe des Streitwertes bzw. anteilig bei teilweisem Obsiegen (i.d.R. Ihre Steuerersparnis über 3 Jahre).

Ja, bei vermieteten Immobilien können Sie die Kosten als Werbungskosten ansetzen.

Der Datei-Upload ist kein Pflichtfeld, Sie können also auch ohne Unterlagen das Gutachten beauftragen. Sie können die Unterlagen dann später per E-Mail oder auf sonstigem Wege (z.B. Wetransfer, Google Drive, Dropbox o.ä.) nachreichen.

Wir führen dann ohnehin einen Unterlagen-Check durch und kommen auf Sie zu, sofern uns noch etwas fehlt.

Bitte geben Sie uns im Kommentarfeld oder später per E-Mail an, wo Sie keine genauen Informationen vorliegen haben. Selbstverständlich prüfen wir Ihre Unterlagen und Informationen auch unabhängig davon auf Plausibilität. Teilweise lassen sich erforderliche Angaben auch nicht genau ermitteln und müssen vom Gutachter sorgfältig geschätzt werden.

Wenn Ihr primäres Ziel ist, Steuern zu sparen, dann lohnt sich die Erstellung eines Gutachtens auch nur, wenn Sie die Abschreibung auch von der Steuer absetzen können. Dies ist z.B. beim selbstgenutzten Einfamilienhaus nicht der Fall. Auch für eine geerbte Immobilie, die vom Erblasser vor mehr als 50 Jahren angeschafft wurde gibt es in der Regel keine Gebäude-AfA mehr.

Bei einer vermieteten Eigentumswohnung oder einem Mehrfamilienhaus kommt es im Wesentlichen auf das Gebäudealter und den Modernisierungszustand an. In der Regel kommen wir bei nicht kernsanierten Wohnimmobilien die älter als 30 Jahre sind auf gute Ergebnisse. Bei einer Gewerbeimmobilie kann sich auch schon bei 10-20 Jahre alten Objekten ein Gutachten lohnen.

Wenn Sie uns ein paar Angaben zu Ihrem Objekt machen, geben wir Ihnen gerne vorab eine kostenlose Ersteinschätzung, sodass Sie entscheiden können, ob sich eine Beauftragung lohnt.

Grund und Boden gilt grundsätzlich als unvergänglich (bzw. unzerstörbar). Die
Restnutzungsdauer der baulichen und sonstigen Anlagen auf einem Grundstück
hingegen ist zeitlich begrenzt. Hier wird ausgegangen von einer Wertminderung während der Lebensdauer bzw. Gesamtnutzungsdauer aufgrund von Verschleiß, Abnutzung, Verbrauch oder sonstigen Alterungsvorgängen.

Die Ermittlung der Restnutzungsdauer ist für eine lebenszyklusorientierte Betrachtung von Immobilien in vielfacher Hinsicht relevant:

a) Relevanz in der Wertermittlung
Die Restnutzungsdauer einer Immobilie ist eine der Einflussgrößen, die
Kaufpreishöhen und insbesondere Kaufpreisunterschiede bewirken. Sie ist deshalb
sowohl im Vergleichs-, Ertrags- als auch im Sachwertmodell als wertbeeinflussende
Größe eingeführt. Es ist nachgewiesen, dass sich durch die Berücksichtigung der
Restnutzungsdauer die Kaufpreisunterschiede in allen Wertermittlungsmodellen
(auch statistisch) signifikanter erklären lassen. Nicht zuletzt findet die statistische
Signifikanz der Restnutzungsdauer auf den Gebäudewert auch Einzug in die
Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV).

b) Relevanz in der Investitionsplanung
Die Investitionsplanung bzw. Instandhaltungsstrategie für eine Immobilie leitet sich in
der Regel aus dem gegenwärtigen qualitativen Zustand (dem Ist-Abnutzungsvorrat)
und ihrem vorhergesagten Abnutzungsverlauf ab. Planungsgrundlage für
Instandhaltungsmaßnahmen sind die Durchführung eines Variantenvergleichs
potentieller Instandhaltungsmaßnahmen, die Berücksichtigung einer vorgegebenen
Nutzungsdauer sowie die Vorgabe eines Rest- bzw. Mindest-Abnutzungsvorrats.

c) Steuerliche Relevanz
Die gesetzlichen Sätze für Absetzungen für Abnutzung (AfA) von 2% bzw. 2,5%8
sind von einer generellen Nutzungsdauer von 50 Jahren (bzw. 40 Jahren bei
Gebäude-Fertigstellungen vor 1925) abgeleitet und gelten als Normalfall. Die
Ermittlung der tatsächlichen Nutzungsdauer ist wesentliche Voraussetzung zur
Anwendung von § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG. Die Ermittlung der tatsächlichen
Nutzungsdauer kann also der Vornahme einer der tatsächlich (kürzeren)
Nutzungsdauer entsprechenden (höheren) Absetzung für Abnutzung (AfA) dienen.

Da die voraussichtliche Nutzungsdauer die Zukunft betrifft, kann sie nur durch Schätzung ermittelt werden, wobei es hierzu unterschiedliche Verfahren gibt und
Erfahrungswerte zu berücksichtigen sind.

Was ist die technische Restnutzungsdauer und wovon hängt sie ab?

Die technische Nutzungsdauer beschreibt die maximal mögliche Lebenszeit eines
Investitionsguts aus technischer Sicht (nach wie vielen Jahren ist z.B. das Gebäude
oder der PKW “kaputt”?). Die technische Nutzungsdauer stellt die Höchstgrenze bei
der Bestimmung der Nutzungsdauer für die Absetzungen für Abnutzung (AfA),
umgangssprachlich “Abschreibung”, dar.

Die technische Lebensdauer von Gebäuden hängt unter anderem von folgenden
Einflussfaktoren ab:

● Baustoffqualität, Ausführungsqualität (z.B. Zusammenbau und Montage)
● Natürliche Einflussfaktoren (z.B. Wind, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit,
Globalstrahlung)
● Menschliche Einflussfaktoren (z.B. Abnutzung durch Gebrauch)
● Beziehungen zwischen den Bauelementen (z.B. durch Schutzmechanismen
wie Anstriche auf Holz (positive Beeinflussung) oder Kontaktkorrosion
verschiedener Metalle (negative Beeinflussung))
● Instandhaltung (z.B. Wartungsarbeiten wie Reinigen, Konservieren,
Schmieren oder Instandsetzungsarbeiten)

Unsere Sachverständigen sind selbstverständlich auch in der Lage, Bausubstanzgutachten zu erstellen und das Verfahrens zur Ermittlung des Abnutzungsvorrats von Baustoffen (ERAB) anzuwenden.

In der Regel tun wir dies jedoch nicht, sondern stellen stattdessen auf die wirtschaftliche Restnutzungsdauer ab. Der BFH hat mit Urteil vom 28. Juli 2021 – IX R 25/19 letztinstanzlich für Recht erkannt:

“Die Vorlage eines Bausubstanzgutachtens ist nicht Voraussetzung für die Anerkennung einer verkürzten tatsächlichen Nutzungsdauer.”

Unser wesentlicher Fokus ist der Nachweis einer tatsächlich kürzeren Nutzungsdauer nach § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG per Gutachten. Unsere Sachverständigen sind jedoch selbstverständlich auch in der Lage, Verkehrswertgutachten zu erstellen.

Kontaktieren Sie uns hierzu gern, sodass wir ein Angebot unterbreiten können.

Bei Vorliegen einer Kernsanierung ist als fiktives Baujahr das Jahr der fachgerechten Sanierung zugrunde zu legen. Die teilweise noch verbliebene alte Bausubstanz oder der von neuen Gebäuden abweichende Zustand ist durch einen Abschlag zu berücksichtigen, der bei einer kompletten Kernsanierung regelmäßig 10% der Gesamtnutzungsdauer beträgt.

Bei einer Kernsanierung wird das Gebäude zunächst bis auf die tragende Substanz zurückgebaut. Decken, Außenwände, tragende Innenwände und ggf. der Dachstuhl bleiben dabei in der Regel erhalten; ggf. sind diese zu ertüchtigen und/oder instand zu setzen. Kernsanierungen können insbesondere angenommen werden bei kompletter Erneuerung der Dacheindeckung, der Innenwände mit Ausnahme der tragenden Wände, der nichttragenden Bestandteile der Außenwände bei Fachwerk, der Fassade, der Innenwandbeschichtung, der Fußböden, der Fenster, der Innen- und Außentüren sowie sämtlicher technischen Systeme wie z.B. der Heizung einschließlich aller Leitungen, des Abwassersystems einschließlich der Grundleitungen, der elektrischen Leitungen und der Wasserversorgungsleitungen, sofern die Leitungen nach Erneuerung technisch einwandfrei und als neubauähnlich und neuwertig zu betrachten sind.

Dass die 50 Jahre kaum die tatsächliche Realität wiederspiegel wird schnell klar, wenn man sich z.B. eine vermietete Wohnimmobilie vorstellt, die alle 49 verkauft wird.

Daher räumt die Bestimmung des § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG dem Steuerpflichtigen ein Wahlrecht ein, ob er sich mit dem typisierten AfA-Satz nach § 7 Abs. 4 Satz 1 EStG zufrieden gibt oder eine tatsächlich kürzere Nutzungsdauer geltend macht und darlegt.

Auszugehen ist im Rahmen der vom Finanzamt durchzuführenden Amtsermittlung von der Schätzung des Steuerpflichtigen, solange dieser Erwägungen zugrunde liegen, wie sie ein vernünftig wirtschaftender Steuerpflichtiger üblicherweise anstellt. Da im Rahmen der Schätzung des Steuerpflichtigen nicht Gewissheit über die kürzere tatsächliche Nutzungsdauer, sondern allenfalls größtmögliche Wahrscheinlichkeit verlangt werden kann, ist sie nur dann zu verwerfen, wenn sie eindeutig außerhalb des angemessenen Schätzungsrahmens liegt.

Unser Kerngeschäft ist die Ermittlung der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer.

Falls Sie nicht schon im notariellen Kaufvertrag eine Aufteilung vorgenommen haben, sprechen Sie uns dennoch gern darauf an. Wir arbeiten hier eng mit einem Kooperationspartner zusammen und können die Berechnung des Gebäudewertanteils für Sie koordinieren.

Auch für langfristige Bestandshalter hat eine verkürzte Abschreibungsdauer Vorteile.

Es ist zwar richtig, dass in diesem Fall die Immobilie früher (z.B. nach 30 Jahren Nutzungsdauer) schon vollständig abgeschrieben ist. Allerdings haben Sie in diesen 30 Jahren ein entsprechend höheres Netto-Einkommen gehabt, aus dem wieder Rücklagen z.B. für weitere Investitionen oder Immobilienkäufe entstehen können.

Der umgekehrte Fall ist viel ärgerlicher: Sollten Sie wider Erwarten die Eigentumswohnung, das Mehrfamilienhaus oder die Gewerbehalle doch schon nach 10 Jahren verkaufen, wurde ein Großteil des Abschreibungspotenzials “verschenkt”.

Sollte wider Erwarten ein Gutachten nicht anerkannt werden, begleiten wir Sie bei entsprechender Nachbesserung sowie ggf. erforderlicher Einspruchsbegründung unter Anleitung der mit uns kooperierenden Steuerkanzlei. Bislang wurde keiner der von uns formulierten Einsprüche abgelehnt. Daher versprechen wir Ihnen für alle ab 01.05.2022 beauftragten Gutachten eine 100%ige Geld-zurück-Garantie bei Ablehnung des von uns formulierten Einspruches. Voraussetzung für die Rückerstattung des Gutachten-Honorars ist Ihre Zustimmung zur Weitergabe des Falles an die mit uns kooperierende Steuerkanzlei. Ihnen entstehen dabei keinerlei Prozesskosten. Wir können dann den Finanzgerichtsprozess in Ihrem Namen aber auf unsere Kosten führen und erhalten nur im Erfolgsfall eine Beteiligung in Höhe des Streitwertes bzw. anteilig bei teilweisem Obsiegen (i.d.R. Ihre Steuerersparnis über 3 Jahre).

Für den Erben die „Fußstapfentheorie“. Er übernimmt die Anschaffungskosten für das Gebäude und kann den Restwert mit dem ursprünglichen Abschreibungssatz und -betrag geltend machen. Hatte der Erblasser die Immobilie aber z.B. bereits 50 Jahre im Bestand, so ist sie bereits vollständig abgeschrieben und eine Abschreibung ist nicht mehr möglich.

Wenn der Steuerbescheid bereits bestandskräftig ist, können Sie die Abschreibungsdauer nur noch für zukünftige Jahre anpassen. In diesem Fall wird der Restbuchwert der Immobilie ab Geltendmachung über die tatsächliche (kürzere) Restnutzungsdauer abgeschrieben.

Dies ist möglich, da die Gebäude-AfA eine unselbständige Besteuerungsgrundlage ist, die nicht in Bestandskraft erwächst und daher grundsätzlich jedes Jahr neu festgelegt werden kann.

Sie können ein Gutachten entweder für eine fest definierte Eigentumswohnung (ETW) beauftragen (z.B. “ETW 5, 2.OG links im MFH XY) oder für ein gesamtes Mehrfamilienhaus. Wir stellen keine Gutachten aus, die sich auf “3 ETWs in MFH XY” beziehen. Diese Klassifizierung kennt auch die Immobilienwertermittlungsverordnung nicht, sodass dieser Ansatz auch aus Gründen der Modellkonformität gefordert ist. Hinzu kommt, dass es selten zwei komplett identische Wohnungen gibt.

Wenn Sie jedoch zu dem Schluss kommen, dass eine Bewertung des gesamten Mehrfamilienhauses für Sie günstiger ist und Sie auch die Informationen und Unterlagen zu den Zuständen der anderen Wohnungen besitzen, erstellen wir gern ein Gesamtgutachten für das Mehrfamilienhaus.

Gerade bei Vorkriegs-Immobilien gibt es gelegentlich Fälle, bei denen auf Grund von Brand oder sonstigen Ereignissen keinerlei Bauunterlagen vorhanden sind.

Natürlich kann auch in derartigen Fällen eine Begutachtung stattfinden. Hier macht sich der Gutachter auf Basis der noch verfügbaren Unterlagen, ggf. älteren Gebäudefotos sowie der aktuellen Beschaffenheit und sonstigen Indizien ein Gesamtbild der Immobilie und nimmt für das Baujahr eine entsprechende Schätzung vor.

Der Bundestag hat mittlerweile beschlossen, die Möglichkeit der erhöhten Gebäude-AfA über unsere Nutzungsdauer-Gutachten NICHT zu streichen. Die verkürzte Abschreibung bliebt also weiterhin erhalten. Die seit August vom BMF geplante und im Oktober bereits vom Bundeskabinett verabschiedete Abschaffung des §7 Abs. 4 Satz 2 EStG ist somit vom Tisch. Wir unterstützen Sie daher gern auch für in 2023 zu erwerbende Immobilien.